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Buchladen Die ZeitGenossen

Neuerscheinungen Frühjahr 2015
die üblichen 6 Empfehlungen
und eine Dreingabe: Der erste Nägele-Krimi!

 

Unsere Empfehlungen
Buchumschlag
[Inhalt]

T.C. Boyle:

Hart auf hart

Buchumschlag
[Inhalt]

Michel Houllebecq:

Unterwerfung

Buchumschlag
[Inhalt]

Frank Witzel:

Die Erfindung der RAF...

Buchumschlag
[Inhalt]

John Williams:

Butcher's Crossing

Buchumschlag
[Inhalt]

Amos Oz:

Judas

Buchumschlag
[Inhalt]

Jose F. A. Oliver:

Fremdenzimmer

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Buchumschlag

T.C. Boyle:
Hart auf hart

Roman, 2015, 395 S.
Hanser
22,90 EUR

Absoluter Freiheitsanspruch und Verfolgungswahn: T. C. Boyle erkundet in seinem Roman die dunkle Seite der USA. Adam, den seine Eltern nach etlichen Schulverweisen und Therapiesitzungen aufgegeben haben, ist eine wandelnde Zeitbombe: In der Wildnis, wo er ein Schlafmohnfeld angelegt hat, führt er ein Einsiedlerleben und hortet Waffen gegen imaginäre Feinde. Aber es gibt jemanden, der sich in ihn verliebt. Sara hat ebenfalls ausreichend Feindbilder: Spießertum, Globalisierung, Verschwörer und die Staatsgewalt. Als sie Adam am Straßenrand aufgabelt, beginnt eine leidenschaftliche Liaison. Doch bald merkt Sara, dass Adam es ernst meint mit den Feinden, sehr ernst.
Ein Amerika-Roman über die Illusion einer Freiheit außerhalb der Grenzen der Gesellschaft.
 

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Buchumschlag

Michel Houllebecq:
Unterwerfung

Roman, 2015, 272 S.
Dumont
22,99 EUR

"Der neue Roman von Michel Houellebecq ist schrecklich. Er entwirft das Bild eines islamistischen Gottesstaates in Frankreich in der nahen Zukunft. Nicht dass der Roman nicht lesenswert wäre. Im Gegenteil: man kann ihn kaum aus der Hand legen. Man redet sich ein, dass die Kunst alles darf, doch die Unruhe, die den Leser erfasst, verlässt ihn nicht. Es ist ein Roman, der einen abstößt und zugleich fasziniert [...] der stupende Diagnostiker Houellebecq zielt so furcht- wie gnadenlos ins Herz westlicher Angst. Kein Autor hält der offenen Gesellschaft ihre Albträume so schonungslos vor wie er." Sandra Kegel, F.A.Z.
"Eine der gelungensten, weil fantasievollsten, witzigsten, um nicht zu sagen aberwitzigsten Arbeiten, die der Autor je geschaffen hat ['Unterwerfung'] bezeichnet einen Durchbruch im Schaffen Hoouellebecqs [...] Zugegeben, diese Utopie trägt regressive, um nicht zu sagen pubertäre Züge. Auch darin bleibt Houellebecq sich treu. Seine Bücher sind immer auch krude Männerfantasien. Doch wie er sie hier amalgamiert mit Scherz, Satire, Ironie im Hinblick auf Frankreichs Zustände, um alldem die tiefere Bedeutung einer Erlösungsfantasie zu geben, das macht 'Unterwerfung' zu einem grandiosen Buch." Tilman Krause, LITERARISCHE WELT "br /> Es kann gar nicht laut genug gesagt werden: 'Unterwerfung' ist kein rassistischer Roman, nicht frauenfeindlich und auch nicht islamophob. Es wimmelt darin nur von dergleichen Ansichten, aber davon, dass Houellebecq sie sich zu eigen machen würden, kann keine Rede sein. Jan Küveler
 

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Buchumschlag

Frank Witzel:
Die Erfindung der RAF durch einen manisch depressiven Teenager im Sommer 1969

Roman, 2015, 817 S.
Matthes & Seitz
29,90 EUR

Gudrun Ensslin eine Indianersquaw aus braunem Plastik und Andreas Baader ein Ritter in schwarzglänzender Rüstung?
Die Welt des kindlichen Erzählers dieses mitreißenden Romans, der den Kosmos der alten BRD wiederauferstehen lässt, ist nicht minder real als die politischen Ereignisse, die jene Jahre in Atem halten und auf die sich der 13-Jährige seinen ganz eigenen Reim macht. Frank Witzel ist es in dieser groß angelegten fantastischen literarischen Rekonstruktion des westlichen Teils Deutschlands Spiegelungen, ein Spiegelkabinett der Geschichte im Kopf eines Heranwachsenden zu errichten. Erinnerungen an das Nachkriegsdeutschland, Ahnungen vom Deutschen Herbst und Betrachtungen der aktuellen Gegenwart entrücken ihn dabei immer weiter seiner Umwelt. Das dichte Erzählgewebe ist eine explosive Mischung aus Geschichten und Geschichte, Welterklärung, Reflexion und Fantasie: ein detailbesessenes Kaleidoskop aus Stimmungen einer Welt, die ebenso wie die DDR 1989 Geschichte wurde.
 

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Buchumschlag

John Williams:
Butcher's Crossing

Roman, 2015, 368 S.
DTV
21,90 EUR

Nach dem internationalen Bestseller "Stoner" das nächste literarische Meisterwerk von John Williams. Es war um 1870, als Will Andrews der Aussicht auf eine glänzende Karriere und Harvard den Rücken kehrt. Beflügelt von der Naturauffassung Ralph W. Emersons, sucht er im Westen nach einer "ursprünglichen Beziehung zur Natur". In Butcher's Crossing, einem kleinen Städtchen in Kansas, am Rande von Nirgendwo, wimmelt es von rastlosen Männern, die das Abenteuer suchen und schnell verdientes Geld ebenso schnell wieder vergeuden. Einer von ihnen lockt Andrews mit Geschichten von riesigen Büffelherden, die, versteckt in einem entlegenen Tal tief in den Colorado Rockies, nur eingefangen werden müssten: Andrews schließt sich einer Expedition an, mit dem Ziel, die Tiere aufzuspüren. Die Reise ist aufreibend und strapaziös, aber am Ende erreichen die Männer einen Ort von paradiesischer Schönheit. Doch statt von Ehrfurcht werden sie von Gier ergriffen und entfesseln eine Tragödie. Ein Roman darüber, wie man im Leben verliert und was man dabei gewinnt.
 

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Buchumschlag

Amos Oz:
Judas

Roman, 2015, 335 S.
Suhrkamp
22,95 EUR

Das Leben des jungen Schmuel Asch ändert sich im Winter 1959 von Grund auf: Seine Freundin verlässt ihn, seine Eltern melden Konkurs an, und er muss sein Universitätsstudium abbrechen. Verzweifelt findet er Unterschlupf und Arbeit in einem alten Jerusalemer Haus als Gesellschafter für einen behinderten, rhetorisch gewandten Mann. Als Schmuel sein neues Domizil bezieht, begegnet er der schönen und aufregenden Atalja Abrabanel, die beinah doppelt so alt ist wie er. Sie macht ihm unumwunden klar, dass es besser wäre, sich nicht in sie zu verlieben, andernfalls würde er seinen Arbeitsplatz sofort verlieren, wie alle seine Vorgänger.
Die drei Protagonisten des Romans wohnen zurückgezogen in dem Steinhaus am Rand der Stadt, und zunächst scheint es, als führten sie ein ruhiges Leben. Im Innern des schüchternen und sensiblen Schmuel bricht ein Sturm los. Die Begierde nach Atalja und seine Neugier wandeln sich langsam in eine verzweifelte Verliebtheit. Er beginnt wieder sich mit seiner Forschungsarbeit über "Jesus in der Perspektive der Juden" zu beschäftigen und verliert sich in dem geheimnisvollen Sog, den Judas Ischariot, die Verkörperung des Verrats und der Niedertracht, auf ihn ausübt. Und allmählich entschlüsselt er die Geheimnisse, die in diesem dunklen und einsamen Haus geistern und in die seine Bewohner auf dunkle Art verstrickt sind.
In diesem Roman kehrt Amos Oz zum Milieu einiger seiner bekanntesten Bücher wie "Mein Michael" und "Eine Geschichte von Liebe und Finsternis" zurück, in das geteilte Jerusalem der fünfziger Jahre. Die zarte, wilde Liebesgeschichte ist eingebettet in die Landschaft der winterlichen Stadt und in die Ereignisse am Ende der Regierung Ben Gurion. Gemeinsam mit seinem Protagonisten prüft Oz mutig die Entscheidung, einen Judenstaat zu errichten, samt den Kriegen, die sie zur Folge hatte, und stellt die Frage, ob man einen anderen Weg hätte gehen können, den Weg derer, die als Verräter gelten.
 

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Jose F. A. Oliver:
Fremdenzimmer

Essays, 2015, 130 S.
Weissbooks
16,90 EUR

„Ich bin in einem Haus aufgewachsen, das zwei Stockwerke hatte. Im ersten Stock wurde alemannisch gesprochen, also annähernd deutsch. Und im zweiten Stock andalusisch, also annähernd spanisch. Wenn sich eine sternenklare Nacht abzeichnete und man den Mond am Himmel sah, hieß er im zweiten Stock la luna und war weiblich. Betrachtete man la luna vom ersten Stock aus, was sie plötzlich männlich und hieß der Mond. Ein paar Treppenstufen genügten, und aus der Frau wurde ein Mann – oder umgekehrt.
In Zeiten, als Integration noch ein Fremdwort war, wuchs ein Junge, dessen Eltern aus dem armen Andalusien ins reiche Badnerland gekommen waren, mitten im Schwarzwald auf, in einer Welt, die er sich, da sie freundlich zu ihm war, Tag für Tag mehr zu eigen machte. Alle Erfahrungen waren zugleich Spracherlebnisse, das Eintauchen in Sprache offenbarte einen Kosmos, in dem die Menschen, die Natur, die Regeln des Lebens, Lieder und Gerüche ihre Bedeutung erhielten. Und Sprache insbesondere die Herzenswärme des Alemannischen schenkte José Oliver das Gefühl von Heimat, Geborgenheit, Integration.
Fremdenzimmer erzählt von der Liebe zu den Worten, mit der eine zunächst fremde Welt sich mehr und mehr öffnen, begreifen und bewundern lässt.
 

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Olaf Nägele:
Goettle und der Kaiser von Biberach

Ein Baden-Württemberg-Krimi, 2015, 256 S.
Silberburg-Verlag
9,90 EUR

Am Badesee in Ummendorf bei Biberach wird ein Toter gefunden. Der Mann ohne Papiere wurde erschossen, in einen Sack mit Steinen gesteckt und versenkt. Hauptkommissarin Greta Gerber und ihr Team tappen im Dunkeln. Als ein Foto des Opfers veröffentlicht wird, kann der ungewöhnliche Pfarrer Andreas Goettle einen entscheidenden Hinweis geben: Bei dem Toten handelt es sich um Karlheinz Kaiser, der dem aufstrebenden Fußballverein 1. FC Oberschwaben als Mäzen zur Seite stand. Doch Kaiser ertrank schon vor Jahren bei einem Segeltörn in der Ägäis.
Als dann noch der Mittelfeldspieler Maik Riemenschneider schwer verletzt aufgefunden wird, erhärtet sich der Verdacht: Beim 1. FC Oberschwaben stimmt etwas nicht. Hauptkommissarin Gerber sieht sich einem komplexen Fall gegenüber und fahndet nach einem Täter, der offenbar vor nichts zurückschreckt. Gut, dass sie auf geistlichen Beistand bauen kann, auch wenn es nur der Goettle'sche ist.
Olaf Nägele, fast schon unser literarischer Dauer-Gast, zeigt sich mit seinem Krimi von einer anderen Seite und hebt sich mit seinem Plot wohltuend von den unzähligen (und oft auch langweiligen) Regionalkrimis ab.
 

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unsere Lieblingsbücher - Buchladen Die ZeitGenossen

Stand April 2015

fliegendes buch

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